Was stärkt das Immunsystem?

Ein gutes Immunsystem schützt den Körper und hilft Infektionen schneller zu besiegen. Was aber stimuliert das Immunsystem und was schwächt es. Ohne Anspruch auf Vollständigkeit gebe ich hier eine kleine Übersicht mit Denkanstößen.

Bewegung

Die Wissenschaft konnte immer wieder bestätigen, dass Bewegung und moderater Sport das Immunsystem stärken. Insbesondere Bewegung an der frischen Luft mit flotten Spaziergängen, Wanderungen, langsamem Laufen und Radfahren sind empfehlenswert.

Sehr intensiver und erschöpfender Sport hingegen kann das Immunsystem schwächen.

Ernährung

Viele Studien deuten darauf hin, dass insbesondere Inhaltsstoffe von Pflanzen geeignet sind das Immunsystem zu unterstützen. Eine Kost mit viel Gemüse und täglich ein bis zwei Portionen Obst sowie reichlich Kräutern und Gewürzen ist sicher empfehlenswert. Zwiebel, Ingwer, Kurkuma, Knoblauch wird eine besondere immunstimulierende Wirkung nachgesagt. Damit die Inhaltsstoffe den Darm passieren können, ist eine gute Verdauung wichtig. Also Zeit lassen, schöne Rezepte heraussuchen und nur das und so viel essen und trinken, was man gut verträgt.

Regeneration und Erholung

Wir kennen das: In besonderen Stressphasen bekommen wir leicht einen Schnupfen oder wir werden in den Ruhephasen danach krank. Der Körper braucht Pausen im Tages- und Wochengang. Und guter Schlaf ist entscheidend für eine gute Regeneration. Achten Sie also jetzt ganz besonders darauf, dass Sie gut schlafen und sich am Morgen wieder erholt fühlen. Machen Sie diszipliniert und rechtzeitig, Pausen, genießen Sie einen erholsamen Feierabend und erholen Sie sich am Wochenende gut.

Positive Emotionen

In einer denkwürdigen Studie in den 1970er Jahren wurden Teilnehmer mit Schnupfenviren infiziert. Es stellte sich heraus, dass positiv gestimmte Probanden sich weniger häufig ansteckten und wenn sie Schnupfen bekamen, schneller gesund wurden. Den Zeiten die positive Seite abzugewinnen, sich über schöne Dinge und Erfolge zu freuen und täglich mal zu lachen, macht also im Hinblick auf die Gesundheit durchaus Sinn.

„Da es sehr förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein.“ sagt Voltaire schon im sechzehnten Jahrhundert dazu.

Eine gute Geschichte in unsicheren Zeiten

In diesen Tagen denke ich oft an Sir Ernest Shakletons Expedition in das Südpolarmeer, über die ich anlässlich einer Führungskräftetagung vor einigen Jahren gesprochen habe.

1909 erreichte Peary den Nordpol und 1911 Amundsen den Südpol. Die Nordpolargebiete waren erforscht und es blieb noch eine große Herausforderung: Die Durchquerung der Antarktis über den Südpol.

Am 05. November 1914 läuft die Endurance mit 27 Seeleuten unter der Leitung von Sir Ernest Shakleton von Südgeorgien aus, um in der Antarktis zu landen. Doch es kommt anders: Nach etwa 50 Tagen friert das Schiff ein. Der arktische Winter mit Kälte und Dunkelheit bricht an. Was kommt ist ungewiss. Frühestens in einem halben Jahr könnte das Eis sich öffnen. Shakleton schreibt: „Wir sitzen im Eis fest wie eine Mandel in der Schokolade.“

Seit dem sechzehnten Jahrhundert gibt es Expeditionen in die Polargebiete. Lethargie, Depressionen, Skorbut aufgrund von Mangelernährung und Meuterei waren an der Tagesordnung. Nicht so bei dieser Expedition:

Shakleton achtete darauf, dass Routinen eingehalten wurde. Es gab feste Zeiten, in denen gemeinsam gegessen wurde. Auf dem Eis wurde eine Gehstrecke für regelmäßige Bewegung abgesteckt. Fußballspiele und ein Schlittenhunderennen, das „Arctic Derby“ wurden ausgetragen. Es gab Spieleabende, Musikabende, Theateraufführungen und eine eigene Bordzeitung. Scherzhaft nannte die Mannschaft ihre Unterkunft auf den Zwischendecks das „Ritz“ nach dem bekannten Nobelhotel.

Shakleton studierte Karten und Eisdrift, beriet sich mit seiner Mannschaft und dachte über die nächsten Schritte nach. In regelmäßigen Zusammenkünften informierte er seine Leute über die aktuelle Situation. Daneben führte er konsequent Tagebuch.

Die Situation gab allen Anlass zur Sorge. Das Eis blieb in ständiger Bewegung. Entwicklungen waren unvorhersehbar. Es gab Zeiten in denen die Leute müde und erschöpft waren. Dann waren sie anfälliger war für das Ausmalen eines katastrophalen Ausgangs des Unternehmens und Hoffnungslosigkeit breitete sich aus.

Aber die täglichen Routinen und eine gute Gemeinschaft stärkten sie wieder. Tatkraft, gute Stimmung und Zuversicht herrschten vor. So schafften sie die Grundlage für einen guten Ausgang.

Zunächst kam es jedoch noch schlimmer:

Ende November 1915, gut ein Jahr nach dem Auslaufen wird das Schiff durch Eispressungen zerstört und sinkt. Es bleiben drei Rettungsboote. Sie versuchen, diese über das Eis zu ziehen und Land zu erreichen. Der Plan misslingt. Das Eis ist zu zerklüftet. Die Boote sind zu schwer. Wieder sind sie zur Untätigkeit und zum Abwarten gezwungen. So vergehen weitere fünf Monate auf dem Eis. Es gibt Spannungen in der Mannschaft. Manche verlieren den Mut.

Endlich öffnet sich das Eis und sie können die Boote zu Wasser lassen. Fünf Tage kämpfen sie in der stürmischen See ums Überleben. Endlich betreten sie Mitte April 1916 nach 500 Tagen wieder festen Boden. Elephant Island ist eine kleine unbewohnte Insel und wird nicht von Schiffen angelaufen.

Um Hilfe zu holen segelt Shakleton in einem der Rettungsboote mit fünf Männern mehr als 1000 km nach Südgeorgien, dem Startpunkt ihrer Reise, den er unter unfassbar widrigen Umständen Mitte Mai 1916 erreicht. Erst Ende August 1916 gelingt es ihm, mit einem Schiff der chilenischen Flotte die gesamte Mannschaft 635 Tage nach dem Auslaufen von Südgeorgien im Eis wohlbehalten von Elephant Island zu retten.

Das Ziel, die Antarktis zu durchqueren wurde nicht erreicht. Dennoch ging diese Expedition in die Geschichte ein. An so vielen Zeitpunkten war ein tragisches Scheitern möglich. Die Mannschaft unter der Leitung von Sir Ernest Shakleton zeigte aber, wie Menschen im Stande sind, disatröse Umstände zu meistern und zum Guten zu wenden.

Ohne Anspruch auf Vollständigkeit meine ich, die wesentlichen Punkte für die wohlbehaltene Rückkehr aller 27 Seeleute waren:

  • Gemeinschaftssinn, gegenseitiger Respekt und Taktgefühl
  • Gesunderhaltung durch Routinen, gute Ernährung, Bewegung und Pausen
  • Loslassen der Vergangenheit und keine Schwarzmalerei
  • Konzentration auf die Gegenwart und das tun, was im Hinblick auf die Zukunft möglich ist.

Corona – Virus

Das Corona-Virus betrifft auch unsere Tätigkeit sehr stark. Entsprechend den Empfehlungen führen wir bis auf weiteres keine Gruppentrainings und individuellen Trainngseinheiten durch.

Wir wünschen allen unseren Kundeninnen und Kunden, dass sich die Situation bald entspannt. Wir freuen uns, wenn wir wieder vor Ort sein dürfen, denn der persönliche Austausch ist ein wichtiger Aspekt der Gesundheitsförderung.

Aber auch Online-Kurse haben eine gute Wirkung. Deshalb erstellen wir aktuell auf Youtube Kurzvideos und Kurse, um unsere Inhalte zu vermitteln. Auch über Skype und Microsoft Teams sind wir persönlich für Sie da.

Mit herzlichen Grüßen und den besten Wünschen für diese unruhigen Zeiten

Ihr Anton Schuhegger

Rückblick auf 2019

Wieder blicken wir auf ein ereignisreiches Jahr zurück, in dem wir unsere Vorstellung von einer Prävention mit nachhaltigem Effekt verwirklichen konnten.

Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Karl-Schlecht-Stiftung haben Robert Gorgos und Anton Schuhegger einen Workshop „Start-up Health“ gehalten.

Mit der Medi-Mouse, den Qiu-Bällen und dem HRV-Scannerwaren wir bei über 50 Gesundheitstagen in bayerischen Unternehmen dabei.

Die Führungskräfte der EMAG – Gruppe aus Salach waren das siebte Jahr in Folge zum Gesundheitstraining in Bad Endorf. Neben den fachlichen Inhalten zur gesunden Selbst- und Mitarbeiterführung war diesmal eine Wanderung zur Kampenwand ein besonderes Highlight (s. Bild).

Ein großartiger Erfolg waren die „Start Up Health“ – Tagesseminare für die Landeshauptstadt Stuttgart sowie die Landratsämter Miesbach und Traunstein, die wir in Zusammenarbeit mit der Gesundheitsakademie Chiemgau angeboten und durchgeführt haben. Die Seminare wurden von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wieder bestens bewertet.

Rückblick auf 2018

Wir blicken auf ein ereignisreiches Jahr 2018 zurück, in dem wir unsere Vorstellung von einer Prävention mit nachhaltigem Effekt verwirklichen konnten.

Mit der Medi-Mouse, den Qiu-Bällen, dem HRV-Scanner und dem Cholestech Messgerät waren wir oft im Auftrag der AOK Bayern bei über 50 Gesundheitstagen in bayerischen Unternehmen dabei.

Die Führungskräfte der EMAG – Gruppe aus Salach waren das sechste Jahr in Folge zum Gesundheitstraining in Bad Endorf. Neben den fachlichen Inhalten zur gesunden Selbst- und Mitarbeiterführung war diesmal das Rudern im Vierer ein besonderes Highlight (s. Bild).

In Berlin, Hamburg, Frankfurt, Leipzig und Stuttgart haben wir das fünfte Jahr in Folge die Allianz bei ihren Gesundheitstagen mit Vorträgen unterstützt.

Ein großartiger Erfolg waren die vier „Start Up Health“ – Tagesseminare in Erlangen, Miesbach und Weilheim (zwei Mal), die wir in Zusammenarbeit mit der Gesundheitsakademie Chiemgau angeboten und durchgeführt haben. Die Seminare wurden von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern immer durchschnittlich mit der Schulnote 1,1 bewertet.